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22. Juli 2026 · Clubary

Druck, Stick oder Sublimation: Welche Veredelung für welches Teil?

Wer zum ersten Mal Trikots, Hoodies oder Polos mit Wappen bestellt, bekommt vom Druckpartner eine Gegenfrage: Wie soll das drauf? Die Antwort entscheidet über Preis, Haltbarkeit und darüber, wie sich das Teil anfühlt. Drei Verfahren decken fast alles ab, was ein Verein oder eine Firma braucht.

Druck: für Namen, Nummern und alles Bunte

Beim Druck liegt die Farbe auf dem Stoff. Für Einzelstücke ist heute meist DTF üblich: Das Motiv wird auf eine Folie gedruckt und mit der Presse aufgebracht. Das funktioniert auf Baumwolle und Polyester, auf hellen und dunklen Farben, und jedes Teil darf ein anderes Motiv tragen.

Deshalb ist Druck das Verfahren für Personalisierung. „Müller 12" auf dem Rücken ist für die Druckerei kein Sonderfall, sondern ein weiterer Auftrag.

Die Grenze: Große Flächen spürt man. Ein Motiv, das den ganzen Rücken bedeckt, macht den Stoff an dieser Stelle steifer. Auf links gedreht und bei 30 bis 40 Grad gewaschen, hält ein guter Druck trotzdem viele Jahre.

Stick: für Wappen und Logos, die bleiben sollen

Beim Stick geht der Faden durch den Stoff. Nichts kann abblättern, und ein gesticktes Wappen sieht auch nach fünf Jahren im Spind noch aus wie am ersten Tag. Auf Polos, Caps, Jacken und Hoodies ist das die Veredelung, die hochwertig wirkt.

Dafür verträgt der Stick keine feinen Details. Schrift unter etwa fünf Millimetern Höhe läuft zu, Farbverläufe gibt es nicht. Wer ein detailreiches Wappen hat, lässt für den Stick eine vereinfachte Fassung anlegen. Das Stickprogramm dafür entsteht einmal und wird danach für jede Bestellung wiederverwendet.

Für große Flächen und dünne Funktionsstoffe ist Stick nichts. Der Stoff wellt sich um die Stickerei herum.

Sublimation: wenn das ganze Teil das Motiv ist

Bei der Sublimation wird die Farbe erhitzt, bis sie gasförmig in die Faser hineinzieht. Es bleibt keine Schicht auf dem Stoff, man spürt nichts, und nichts kann sich lösen. So entstehen vollflächig gestaltete Trikots, bei denen Streifen, Muster und Sponsor bis an die Naht gehen.

Die Bedingung ist streng: Es braucht weißes oder sehr helles Polyester. Baumwolle nimmt die Farbe nicht an, und auf dunklem Stoff sieht man sie nicht. Das gilt auch außerhalb der Textilien. Tassen mit Fotomotiv sind fast immer sublimiert, auf einer speziell beschichteten Oberfläche.

Welches Verfahren für welches Teil

TeilMeist sinnvoll
Trikot mit Name und NummerDruck
Trikot, vollflächig gestaltetSublimation
Polo mit Firmen- oder VereinslogoStick
CapStick
Hoodie mit großem RückenmotivDruck
Hoodie mit Wappen auf der BrustStick oder Druck
Tasse mit MotivSublimation

Die Tabelle ist ein Ausgangspunkt, keine Regel. Ein Hoodie kann vorne ein gesticktes Wappen und hinten einen gedruckten Namen tragen. Das ist sogar häufig.

Was ihr eurem Druckpartner schicken solltet

Am meisten Zeit spart eine saubere Vorlage. Das Wappen oder Logo als Vektordatei (SVG, PDF oder AI) statt als Foto oder Screenshot, dazu die Vereins- oder Hausfarben, am besten als Pantone- oder HKS-Werte. Wer nur ein JPG von der alten Website hat, sollte das gleich sagen. Nachzeichnen lassen geht, kostet aber einen Durchgang mehr.

In einem Shop auf Clubary legt der Druckpartner das Verfahren einmal pro Artikel fest. Wer im Shop bestellt, wählt nur noch Größe und, wo es angeboten wird, Name und Nummer. Wenn ihr unsicher seid, welches Verfahren zu eurem Wappen passt, fragt uns. Wir leiten die Frage an einen Betrieb weiter, der alle drei beherrscht.

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